PEERBEGLEITUNG BEI ADHS
Meine Geschichte
ADHS begleitet mich, seit ich denken kann. Schon als Kind spürte ich die ständige innere Unruhe, die Intensität meiner Emotionen und die Herausforderungen, mich in einer Welt zurechtzufinden, die oft zu laut, zu schnell und zu fordernd war. Ich suchte nach Wegen, mit dieser Reizüberflutung umzugehen – durch Kontrolle, durch Ablenkung, durch Flucht
ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung) ist mehr als nur gelegentliche Unaufmerksamkeit oder Überaktivität. Sie beeinflusst das tägliche Leben und die Fähigkeit, sich zu konzentrieren, Aufgaben zu organisieren und mit Herausforderungen in Schule, Beruf und persönlichen Beziehungen umzugehen.
Als Peerbegleitung mit eigener Erfahrung kann ich dir helfen, den Überblick zu behalten und mit den Herausforderungen, die ADHS mit sich bringt, besser umzugehen
Was ist ADHS?
ADHS ist eine neurobiologische Störung, die oft schon im Kindesalter erkannt wird, aber auch im Erwachsenenalter weiterbestehen kann. Sie ist gekennzeichnet durch:
- Unaufmerksamkeit: Schwierigkeiten, sich auf Aufgaben zu konzentrieren oder Dinge zu Ende zu bringen.
- Hyperaktivität: Übermäßiger Drang zu körperlicher Aktivität, Schwierigkeiten, ruhig zu bleiben.
- Impulsivität: Schwierigkeiten, Impulse zu kontrollieren, z.B. durch spontane Entscheidungen oder Unterbrechungen in Gesprächen.
ADHS kann sich unterschiedlich manifestieren – bei manchen Menschen ist es die Unaufmerksamkeit, bei anderen die Hyperaktivität oder Impulsivität, und es gibt viele, bei denen sich eine Kombination dieser Merkmale zeigt.
Wie wirkt sich ADHS auf das Leben aus?
ADHS kann das tägliche Leben auf verschiedene Weisen beeinflussen:
- Beruf und Studium: Schwierigkeiten, Aufgaben zu organisieren, Fristen einzuhalten oder sich auf längere Projekte zu konzentrieren.
- Beziehungen: Schwierigkeiten, sich in Gesprächen zu konzentrieren oder wichtige Details zu behalten, was zu Missverständnissen führen kann.
- Selbstwertgefühl: Viele Menschen mit ADHS kämpfen mit einem negativen Selbstbild, weil sie das Gefühl haben, den Erwartungen nicht gerecht zu werden oder "versagen" zu können.
Ob du gerade erst mit ADHS diagnostiziert wurdest oder bereits dein Leben damit verbringst, du musst nicht allein damit umgehen.
Wie ich dir als Peerbegleiterin bei ADHS helfen kann:
Ich biete dir eine verständnisvolle und einfühlsame Begleitung, die dir hilft, mit den Herausforderungen von ADHS besser umzugehen. Dabei geht es nicht nur um die Bewältigung der Symptome, sondern auch um die Entwicklung von praktischen Strategien, die zu deinem Lebensstil passen. Hier sind einige Wege, wie ich dich unterstützen kann:
Struktur und Organisation im Alltag
- Praktische Tipps: Ich kann dir helfen, Strategien zur Organisation und Planung zu entwickeln. Wie erstelle ich To-Do-Listen, die wirklich funktionieren? Welche Tools und Techniken helfen dir, den Überblick zu behalten?
- Zeitmanagement: Wir erarbeiten gemeinsam Wege, wie du deine Zeit sinnvoll einteilen kannst, um Aufgaben pünktlich und ohne Stress zu erledigen.
Fokus und Konzentration verbessern
- Achtsamkeitstechniken: Wir werden Techniken zur Steigerung deiner Konzentration und Achtsamkeit üben, z.B. mit kurzen Pausen und gezielten Atemübungen.
- Umgebung optimieren: Ich helfe dir, deinen Arbeits- oder Lebensraum so zu gestalten, dass du weniger Ablenkungen hast und dich besser konzentrieren kannst.
Umgang mit impulsiven Entscheidungen
- Reflexionstechniken: Wir üben, wie du in entscheidenden Momenten innehalten und deine Impulse besser steuern kannst.
- Strategien zur Selbstregulation: Ich unterstütze dich dabei, bessere Methoden zu entwickeln, wie du auch in stressigen Situationen ruhig bleiben und überlegte Entscheidungen treffen kannst.
Selbstakzeptanz und Selbstwertgefühl stärken
- Kritik und Fehler positiv sehen: Wir sprechen darüber, wie du die Herausforderungen und "Fehler" als Teil deines Prozesses akzeptieren kannst, ohne dich selbst abzuwerten.
- Ziele setzen: Ich helfe dir, realistische, erreichbare Ziele zu definieren und feiere mit dir deine Erfolge, egal wie klein sie erscheinen mögen.
Praktische Unterstützung für deinen Alltag
- Gemeinsame Reflexion: In unseren Gesprächen werden wir regelmäßig reflektieren, was gut läuft und wo es noch Stolpersteine gibt.
- Anpassung der Lebensweise: Ich unterstütze dich dabei, deine Gewohnheiten und deinen Alltag so zu gestalten, dass sie besser zu deinen Bedürfnissen und deiner Lebensweise passen.
Warum Peerbegleitung bei ADHS?
Die Peerbegleitung ist eine ganz besondere Art der Unterstützung, weil ich nicht nur aus theoretischem Wissen spreche, sondern aus eigener Erfahrung. Ich kenne die Herausforderungen von ADHS aus erster Hand und weiß, wie es sich anfühlt, in einer Welt zu leben, die oft nicht auf die Bedürfnisse von Menschen mit ADHS ausgerichtet ist. Daher kann ich dir praktische, realistische Lösungen anbieten, die auch im Alltag umsetzbar sind.
Was du in der Peerbegleitung erwarten kannst:
- Verständnis auf Augenhöhe – Ich weiß, wie es ist, mit ADHS zu leben, und biete dir einen Raum, in dem du dich wirklich verstanden fühlen kannst.
- Platz für deine Gedanken und Gefühle – Egal, ob chaotisch, kreativ oder überfordernd – hier darf alles gesagt werden.
- Alltagstipps aus Erfahrung – Praktische Strategien, die dir helfen können, mit Herausforderungen wie Konzentration, Organisation oder Impulsivität umzugehen.
- Stärken entdecken – ADHS bringt auch Kreativität, Energie und neue Blickwinkel mit sich. Wir schauen gemeinsam auf deine Potenziale.
- Unterstützung ohne Druck – Hier gibt es kein „So musst du sein“. Wir finden gemeinsam Wege, die zu dir passen.
ADHS und Co-Existierende Probleme
Es ist wichtig zu wissen, dass ADHS oft nicht isoliert auftritt. Viele Menschen mit ADHS haben auch nebenbei mit anderen Herausforderungen zu kämpfen, wie zum Beispiel Angststörungen, Depressionen oder Suchtverhalten. Die Symptome von ADHS können sich oft mit anderen psychischen oder emotionalen Problemen überschneiden, was die Situation noch komplexer macht.
Ich kann dir helfen, diese Themen zu verstehen und gemeinsam herauszufinden, wie du mit den verschiedenen Herausforderungen umgehen kannst.
ADHS bei Erwachsenen
Wenn du als Erwachsener mit ADHS lebst, ist es oft schwieriger, die Diagnose zu stellen, da viele der Symptome schon lange in deinem Leben präsent sind. Das kann zu Frustration und einem Gefühl der Überforderung führen. Aber es ist nie zu spät, mit ADHS zu arbeiten und positive Veränderungen zu erreichen. Ich unterstütze dich dabei, dein Leben mit ADHS zu organisieren und Strategien zu entwickeln, die dir helfen, im Beruf und im Privatleben erfolgreich zu sein.
ADHS & Frausein – Wenn die Diagnose spät kommt
ADHS wird oft mit zappeligen Jungs in der Schule assoziiert – doch viele Frauen wachsen mit ADHS auf, ohne es zu wissen. Sie gelten als verträumt, sensibel oder chaotisch, strengen sich unermüdlich an, „einfach normal“ zu funktionieren, und zweifeln an sich selbst, wenn es nicht klappt. Statt Hyperaktivität äußert sich ADHS bei Frauen häufig in innerer Unruhe, Selbstzweifeln, emotionaler Überwältigung und einem ständigen Gefühl, „anders“ zu sein.
Verständnis statt Verurteilung
ADHS ist mehr als Unruhe oder Unkonzentriertheit – es prägt das Denken, Fühlen und den Alltag. Ob du selbst betroffen bist oder dein Kind, die Herausforderungen können überwältigend sein. In der Peerbegleitung triffst du auf Menschen, die ADHS aus eigener Erfahrung kennen und wissen, wie es sich anfühlt. Gemeinsam erkunden wir Wege, die den Alltag erleichtern und deine Stärken in den Mittelpunkt stellen.
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HÄUFIGE FRAGEN ZU ADHS
Wie merke ich, dass ich ADHS habe?
Kann ADHS im Erwachsenenalter noch behandelt werden?
Welche Unterstützung gibt es für Menschen mit ADHS?