PEERBEGLEITUNG BEI SUCHT

Meine Geschichte

Mit 11 Jahren kam ich das erste Mal mit Alkohol in Berührung. Anfangs war es nur selten, ein harmloses Probieren, doch schon damals spürte ich, dass es mir etwas gab – eine kurze Flucht aus meiner inneren Rastlosigkeit, eine Möglichkeit, mich weniger überfordert zu fühlen. 

Sucht ist eine der größten Herausforderungen, mit denen Menschen konfrontiert werden können. Sie kann viele Formen annehmen – Alkoholismus, Drogensucht, Medikamentenabhängigkeit oder auch Verhaltenssüchte wie Spielsucht oder Internetsucht. Oft beginnt die Sucht schleichend, doch mit der Zeit übernimmt sie die Kontrolle über das Leben und kann sowohl den Körper als auch die Seele schwer belasten.

Als Peerbegleiterin mit eigener Erfahrung im Umgang mit Sucht, biete ich dir die Unterstützung, die du brauchst, um aus dem Teufelskreis auszubrechen. Ich verstehe, wie es sich anfühlt, in der Sucht gefangen zu sein, und weiß, wie schwierig es sein kann, den ersten Schritt zur Veränderung zu gehen.

Was ist Sucht?

Sucht ist ein Zustand, in dem jemand zunehmend auf eine bestimmte Substanz oder ein Verhalten angewiesen ist, um mit inneren oder äußeren Belastungen umzugehen. Dabei verliert man oft die Kontrolle und merkt nicht sofort, wie tief die Sucht das Leben beeinflusst. Es gibt verschiedene Arten von Süchten:

  • Substanzsucht: Dazu gehören Abhängigkeiten von Alkohol, Drogen (illegal oder verschreibungspflichtig) oder Medikamenten


  • Verhaltenssucht: Hierunter fallen Spielsucht, Internetsucht, Kaufsucht oder andere zwanghafte Verhaltensweisen, die das Leben und die Beziehungen belasten


Sucht hat tiefgreifende Auswirkungen auf alle Lebensbereiche – die Körpergesundheit, das emotionale Wohlbefinden, zwischenmenschliche Beziehungen und sogar die berufliche Existenz.

Wie wirkt sich Sucht auf das Leben aus?

Sucht betrifft nicht nur die betroffene Person, sondern auch deren Umfeld:

  • Gesundheitliche Folgen: Chronische Erkrankungen, Übergewicht, körperliche Erschöpfung oder ein stark beeinträchtigtes Immunsystem sind häufige Folgen von Suchtverhalten
  • Zwischenmenschliche Beziehungen: Sucht führt oft zu Konflikten und Missverständnissen mit Familie, Freunden und Partnern. Das Vertrauen wird gebrochen, und viele Beziehungen geraten unter Druck
  • Psychische Belastung: Menschen mit Suchtproblemen leiden häufig unter Angst, Depressionen oder Schuldgefühlen. Es ist schwer, den inneren Konflikt zwischen dem Wunsch nach Veränderung und der unkontrollierten Sucht zu lösen

Warum Peerbegleitung bei Sucht?

Die Peerbegleitung ist eine sehr wirksame Methode, weil sie auf dem Erfahrungswissen und empathischen Verständnis basiert. Ich biete dir eine Unterstützung, die auf Augenhöhe erfolgt. Als jemand, der selbst mit Sucht zu kämpfen hatte und den Weg der Veränderung gegangen ist, weiß ich, wie schwierig es ist – und dass es möglich ist, den Ausstieg zu schaffen. Du bist nicht alleine!

  • Wertvolle Unterstützung: Der Weg aus der Sucht kann einsam und schwer wirken. Die Unterstützung durch eine Peerbegleiterin gibt dir Vertrauen und das Gefühl, dass du nicht alleine durch den Prozess gehen musst.


  • Praktische Ansätze: Ich biete keine theoretischen Konzepte, sondern konkrete Handlungsstrategien, die dir helfen, deine Sucht zu überwinden und in einem gesunden, selbst bestimmten Leben zu bestehen. 

Wie ich dir als Peerbegleiterin bei SUCHT helfen kann:

Als Peerbegleiterin weiß ich aus eigener Erfahrung, dass es nicht nur um den Willen zur Veränderung geht – sondern um ein tiefes Verständnis für die inneren Kämpfe und die Prozesse, die mit der Sucht einhergehen. Der Weg aus der Sucht ist oft lang und voller Rückschläge, aber er ist möglich – und du musst ihn nicht alleine gehen.

Verständnis auf Augenhöhe

Als Peerbegleiterin spreche ich aus eigener Erfahrung. Ich kenne die Herausforderungen, die mit der Sucht verbunden sind, und kann dich auf deinem Weg begleiten, ohne zu urteilen. Ich bin da, um zuzuhören, zu verstehen und dir zu helfen, den ersten Schritt zu gehen.

Den Kreislauf durchbrechen:

Es ist leicht, in den immer wiederkehrenden Mustern der Sucht festzustecken. Ich unterstütze dich dabei, die ursprünglichen Auslöser und musterhaften Verhaltensweisen zu erkennen, die deine Sucht aufrechterhalten, und wir entwickeln gemeinsam alternative, gesündere Bewältigungsstrategien.


Praktische Unterstützung im Alltag:

Ich helfe dir, im Alltag mit der Verlockung und den Rückfällen umzugehen. Dabei geht es nicht nur um den Moment der Abstinenz, sondern auch darum, wie du langfristig mit den Herausforderungen umgehen kannst, die das Leben ohne die Sucht mit sich bringt. 

Ziele setzen und Rückschläge annehmen:

In der Suchtbewältigung ist es wichtig, realistische Ziele zu setzen und Rückschläge als Teil des Prozesses zu akzeptieren. Ich unterstütze dich dabei, dich nicht von Rückfällen entmutigen zu lassen, sondern den Weg konsequent weiterzugehen.


Stärkung des Selbstwertgefühls:

Sucht kann das Selbstwertgefühl erheblich beeinträchtigen. Ich helfe dir, dich selbst wieder zu schätzen und zu lernen, dass du wertvoll und fähig zur Veränderung bist. Der Weg aus der Sucht beginnt oft damit, sich selbst zu lieben und zu akzeptieren.


Langfristige Begleitung und Motivation:

Suchtbewältigung ist ein langer Prozess. Wir arbeiten gemeinsam an einer langfristigen Strategie, damit du die Unterstützung bekommst, die du brauchst, auch wenn der Weg schwieriger wird.


Was du in der Peerbegleitung erwarten kannst:

  • Du wirst gesehen – Ich weiß, wie es ist, sich in der Sucht gefangen zu fühlen, und begegne dir mit Empathie und Mitgefühl.
  • Raum für deine Geschichte – Hier darfst du offen über deine Erfahrungen sprechen – ohne Scham und ohne Druck.
  • Impulse für kleine Schritte – Wir suchen gemeinsam nach machbaren Wegen, um langsam Veränderung in dein Leben zu bringen.
  • Unterstützung ohne Erwartungen – Es gibt keinen festen Plan – wir schauen gemeinsam, was für dich funktioniert und was dir hilft.
  • Den Blick auf dich als Mensch – Du bist mehr als deine Sucht. Wir konzentrieren uns auch auf deine Stärken, Wünsche und das, was dir Hoffnung gibt.

Verstehen, statt verurteilen

Sucht ist kein Zeichen von Schwäche, sondern oft ein Versuch, mit inneren Herausforderungen umzugehen. Ob für dich selbst oder einen geliebten Menschen – in der Peerbegleitung findest du einen geschützten Raum für ehrliche Gespräche und neue Perspektiven, ohne Druck und ohne Urteil.


📩 Du musst diesen Weg nicht allein gehen – melde dich.

HÄUFIGE FRAGEN ZUR SUCHT

Wie kann eine Peerbegleitung bei Sucht helfen?

Ist die Peerbegleitung ein Ersatz für Therapie? 

Muss ich schon bereit sein, meine Sucht aufzugeben?